
Cavtat (gespr.: Zawtat) ist eine wünderschöne kleine Stadt 20 km süchlich von Dubrovnik gelegen. Das erste mal erreichten wir die kleine Stadt mit einem Boot vom Dubrovniker alten Hafen aus. Der Anblick vom Boot aus, auf die schöne Bucht mit der wünderschönen Promenade gesäumt von Palmen und den alten Steinhäusern ließ meine Blicke erstarren. Ich verliebte mich gleich in diese Stadt. Ich hatte schon immer ein Herz für die kleineren Dinge, egal ob es sich dabei um eine Stadt handelt, oder ein Auto. (Mini Cooper I ♥ U :o)) )

Bild: Der Anblick beim Einfahren in den Hafen von Cavtat
Wir kamen mit dem letzten Taxi-Boot nach Cavtat, so blieb uns lediglich eine halbe Stunde Zeit zum besichtigen, was natürlich viel zu wenig war. Einmal die Promenade hoch und runter, schnell noch ein Eis geleckt, und schon war die Zeit rum. Der Beschluss Cavtat in den kommenden Tagen einen Ganztagsbesuch abzustatten war schnell beschlossene Sache. Und so verabschiedeten wir uns wieder von dem wunderschönen Cavtat, jedoch nur für kurze Zeit.
Mit dem Taxi-Boot ging es nun wieder zurück zum alten Hafen Dubrovniks pünktlich zum Sonnenuntergang. Uns bot sich vom Boot aus eine Traumkulisse. Die Insel Lokrum und Dubrovnik im Schatten der untergehenden Sonne. Dies wurde selbstverständlich mit der Kamera festgehalten (Was jedoch gar nicht so einfach war. Die Kamera auf einem kleinen Boot still zu halten, ist schon schwer).

Bild: Sonnenuntergang auf dem Rückweg nach Dubrovnik mit dem Taxi-Boot

Bild: Dubrovnik im Schatten der untergehenden Sonne
Einige Tage später setzten wir uns in einen Linienbuss und fuhren erneut nach Cavtat. Man fährt den selben Abschnitt der Magistrale, der auch zum Flughafen in Čilipi führt. Die Magistrale schwingt sich in Schwindelerregende Höhe und der Abgrund befindet sich nur einige Zentimeter entfernt. Ein wenig beängstigend, besonders bei dem Fahrstil meiner Landsleute. Aber der Ausblick der sich einem von der Magistrale eröffnet ist unschlagbar. Man schaut nach unten und sieht unendlich viele kleine und große Buchten mit türkisblauem Wasser. Einfach ein Traum.
In Cavtat angekommen begangen wir unsere Besichtungstour. Bummeln an der Promenade, ein paar Souvenir- und Schmuckgeschäfte erkundet, und dann in das Gassengewirr der alten kleinen Stadt. Cavtat wirkt wie ein ruhiger Pol zu dem großen mit Touristen belagertem Dubrovnik. Zwar begegnet man hier auch vielen Touristen, es ist alles bloß kleiner, ruhiger, aber nicht minder schöner als Dubrovnik. Cavtat bietet einem wunderschöne Spaziermöglichkeiten die man unbedingt wahrnehmen sollte. Die Stadt befindet sich auf einer Halbinsel die der Form eines Hufeisens gleich kommt. Es ist möglich dieses Hufeisen komplett zu umlaufen.
(Bildquelle:www.dubrovnik-guide.net)
Für alle Kulturinteressierten bietet Cavtat auch so Einiges. Man findet Museen und Galerien über die Geschichte der Literatur, Malerei oder Graphik.


Bild 1, 2 & 3: Cavtats wünderschöne Gassen
Informatives…
Cavtat zählt lediglich ca. 2000 Einwohner, blickt dennoch auf eine lange Geschichte zurück. Bereits im 7. Jahrhundert vor Christus wurde Cavtat von Illyrern besiedelt. Im 4. Jahrhundert vor Christus folgten die Griechen und es entstand das antike Epidauros.
Im 3. Jahrhundert eroberten die Römer Epidauros und Cavtat hieß ab sofort Epidarum, Civitas Vetus.
Im 7. Jahrhundert wurde Epidaurum durch den Einzug der Awaren und Slawen zerstört. Die Menschen flüchteten 20 km nördlich und besiedelten eine kleine Insel die sie Laus nannten. Aus diesem Laus entstand das heutige Dubrovnik.
Erst im 15. Jahrhundert wurde Cavtat von reichen Kaufleuten aus Ragusa wieder aufgebaut, und wurde so teil der Republik Ragusa (Dubrovnik).

Bild: Cavtat-Panorama mit Blicke auf die zauberhafte Kathedrale
Mlini
Mlini ist ein kleiner beschaulicher Badeort an der Reviera von Dubrovnik. Es liegt auf halber Strecke zwischen Cavtat und Dubrovnik. Mlini zählt ca 1.400 Einwohner.
Auf dem Weg nach Cavtat mit dem Taxi-Boot machten wir einen kurzen Abstecher in dem kleinen Örtchen. Für all jene die eher einen ruhigen Urlaub in einem schönen Touristendörfchen genießen möchten, und dennoch nicht auf den Genuss Dubrovniks und Cavtats verzichten mag, ist hier genau richtig. Man findet Alles was man zum täglichen Leben benötigt.
Mlini verfügt über ein paar schöne Hotels, und sehr schöne Strandabschnitte. Für alle Dubrovnik-Urlauber bietet Mlini mit seinen schönen Stränden also durchaus eine alternative zu den vollen Stränden in Dubrovnik.
Trsteno
Trsteno und sein Geheimniss entdeckten wir per Zufall. Auf dem Weg mit einer Reisegruppe nach Mostar, erzählte uns der Fahrer (wir durften nämlich vorne beim Fahrer sitzen) das in Trsteno der älteste Renaissancegarten Europas vorzufinden sei. Niemand würde meinen das diese kleine Ortschaft mit seinen paar Häusern ein solches Highlight enthält. Auch wir nicht, obwohl man es uns sagte, denn im Vorbeifahren erkannte man rein gar nichts.
Doch dann dachten wir uns, dass wir vielleicht mal das Örtchen anschauen sollten. Also ein paar Tage später ab zur Bushaltestelle und mit dem Linienbus auf nach Trsteno, das 250 Einwohnerdörfchen welches 17 km nördlich von Dubrovnik liegt.
Bild 1 & 2: Gartenkunst im Arboretum
Und tatsächlich. Der Garten ist einfach wunderschön. Ich konnte mich an den 400 verschiedenen Pfanzen nicht satt sehen. Hinzu kommt noch die einzigartige Lage des Parks, die einem wunderschöne Blicke auf die Adria und die gegenüberliegenden Elafiti-Inseln ermöglicht. In der Anlage befindet sich ebenfalls ein altes Haus in dem sich eine alte Olivenpresse zur gewinnung des Öles befindet. Das Haus kann man ohne Probleme betreten.

Bilder 1 – 5: So traumhaft präsentiert sich Trsteno
Informatives…
Das Arboretum Trsteno wurde zwischen 1494 und 1502 von der Dubrovniker Patrizierfamilie Gučetić errichtet, die sich dort eine Sommerresidenz bauen ließ. In dem Garten befindet sich ein Aquädukt welches eine Renaissancefontäne bis Heute noch mit Wasser versorgt. Seit 1962 steht das Arboretum als Monument der Gartenkunst unter staatlichen Schutz.
Der Garten erhält zwei riesige Platanen aus dem Himalaya die geschätzte stolze 500 Jahre alt sind und jeweils einen Stammumfang von 5 m messen, und sich wohl die ältesten Bäume Europas schimpfen dürfen.
Das Arboretum ist 28 ha groß. Im Jahre 1991 brannte ein Teil des Gartens durch ein Feuer ab. Der Großteil ist jedoch erhalten, und eine absolute Empfehlung.
Und seid ihr gespannt auf die Fotos? Dann nichts wie hin zur Bildergallerie zu Cavtat, Mlini und Trsteno!








