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Solin (Salona)

Am 14.08.2008 machten wir uns auf den Weg den antiken Überresten Salonas (heute Solin) einen Besuch abzustatten.

Informatives…

Solin grenzt übergangslos im Norden an Split und ist 18 km² groß. Das Städtchen zählt knapp 19.410 Einwohner und hat eine lange und große Geschichte hinter sich.

Gegründet wurde Solin von dem Stamm der Dalmater. Im 4. Jahrhundert vor Christus eroberten jedoch die Griechen das Gebiet. Im 1. Jahrhundert vor Christus übernahmen die Römer die Oberhand.  Julius Caesar erhob Solin zu dieser Zeit in den Rang einer römischen Kolonie (Colonia Martia Iulia Salona). Somit wurde die Stadt zum Verwaltungssitz und wirtschaftlichen Zentrum der Provinz Illyricum, das spätere Dalmatia. Der später römische Kaiser Diokletian wurde hier geboren, womit Salona den Ehrentitel Valeria, der Familienname Diokletians, erhielt (Siehe hierzu auch Split). Der letzte weströmische Kaiser Julius Nepos residierte hier zwischen 475-480.

Zur seiner Blütezeit zählte Salona 60.000 Einwohner und war, wie das gesamte Dalmatien, ein Rentnerparadies für die Römer und seine Kaiser, die hier ihren Lebensabend verbrachten. Archäologische Fundstätte belegen, dass Salona zwischen dem 4. und 6. Jahrhundert eines der wichtigsten Zentren des Christentums war.

641 wurde Salona jedoch von einfallenden Awaren und Slawen verwüstet, worauf Solin seine bedeutende Stellung an Spalathos (heute Split) verlor.

Übersichtskarte zum antiken Salona

Bild: Übersichkarte des antiken Salonas

Unser erster Anlaufpunkt war die Ausgrabungsstätte Salonas, nördlich der Neustadt von Solin. 20 Kuna kostet hier der Eintritt. Die Reste der Manastirine, einer Grabstätte des Bischofs Domnio (gefeierte Märtyrer des Christentums, dessen Grab eine Stätte der besonderen Verehrung wurde), befinden sich gleich am Eingang, umgeben von einer gepflegten und schönen Grünanlage.

Manastirine

Manastirine

Manastirine

Manastirine

Manastirine

Manastirine

Manastirine

Manastirine

Manastirine

Manastirine

Manastirine

Manastirine

Manastirine

Bild 1-13: Manastirine

Folgt man nun dem Weg in Richtung Südost, wird man von der traumhaft gestallten Tusculum -Villa verzaubert. Die Tusclum diente ab 1894 den Archäologen, die an den Ausgrabungsstätten Salonas forschten, und wird auch Heute noch zu diesem Zwecke genutzt. Hinter der reichverzierten Villa befindet sich ein wunderschöner kleiner Park mit atemberaubenden römischen Hockern, und einem grandiosem Brunnen.

Tusculum

Tusculum

Tusculum

Tusculum

Tusculum

Tusculum

Tusculum

Tusculum

Tusculum

Tusculum

Tusculum

Tusculum

Tusculum

Tusculum

Tusculum

Tusculum

Tusculum

Bild 1-18: Tusculum

Der Spaziergang in den weiteren Süden führt zum Zentrum Salonas, und somit zu dem größten Teil der Ausgrabungsstätte. Während der Eingangsbereich bis hinter der Tusculum einfach begeistert, ereilt einen hier jedoch eine bittere Enttäuschung. Zwar beeindrucken einen die Grundmauern Salonas, jedoch ist es ab hier einfach nich mehr gepflegt. Von der Sonne verbrannte Grasflächen und wildes Gebüsch prägen den Charakter, was eigentich nicht sein muss. Denn genauso wie den oberen Bereich, könnte man auch die antike Stadt an sich in einen Parkähnlichen Zustand mit antiken Ausgrabungen gestalten. Hoffen wir das sich diesbezüglich in den kommenden Jahren was tut.

Zunächst spaziert man an der Thermae (den römischen Thermen), und gleich daneben dem Centrum Episcopale (Episkopal Zentrum) vorbei.  Die Thermen entstanden im 2. Jahrhundert, während das Episkopal Zentrum im 5. Jahrhundert entstand. Das Zentrum bildetet eine Versammlungsstelle der Christen, und wurde mit 2 dreischiffigen Basiliken, einer Taufkapelle (Baptisterium), und dem Bischofspalast (Episcopium) ausgestattet.

Centrum Episcopale

Centrum Episcopale

Bild 1: Centrum Episcopale

Bild 2: Zeichnung des Centrum Episcopale

(Quelle zu Bild 2: www.solin-info.com)

Südlich des Centrum Episcopale, am Porta Caesarea (das Stadttor) muss man sich entscheiden, ob man weiter einen “wilden” Weg in den Süden Salonas läuft, oder sich für den Osten entscheidet. Im Südwesten der antiken Stadt findet man das Theatrum, ein Theater das Platz für 3.500 Zuschauer bot, das römische Forum, die Basilica Iuxta Portum und Basilica De Porta Caesarea, im Südosten die Basilica Ilinac, Basilica Cum Baptisterio, und im Osten die Basilica Orientalis. Wir liefen erstmals in Richtung Osten, vorbei am Kapljuč, der Grabstätte des Priesters Asterius, und der Basilica Occidentalis, zum Amphiteatrum (Amphitheater), dass im 2. Jahrhundert errichtet wurde. Das damals dreistöckige Amphitheater konnte ca. 18.000 Besucher empfangen, und diente den traditionell blutigen Gladiatorenkämpfen, an denen sich das römische Volk ergötzte. Das Amphitheater beeindruckte mich sehr, da man sich aufgrund der gut erhaltenen Grundmauern bildhaft vorstellen kann, welche Ausmaße dieses Gebäude hatte. Lediglich die gleich an dem historischen Komplex angrenzenden Neubauten, in Form von Häusern, und der freie Blick auf die Industrieanlagen trüben das Bild.

Antike Brücke

Amphiteatrum

Amphiteatrum

Amphiteatrum

Amphiteatrum

Amphiteatrum

Amphiteatrum

Bild 1: antike Brücke

Bild 2-6: Amphiteatrum

Bild 7: Aufzeichnung Amphiteatrum

(Quelle zu Bild 7: www.solin-info.com)

Nachdem wir uns zum Abschluss noch ein paar Feigen von den Bäumen krallten, machten wir uns auf den Weg in das Zentrum Solins. Die Stadt ist touristisch ziemlich uninteressant, und zum badeurlaub wirklich gar nicht geeignet. Lediglich zum Tagesausflug verirren sich die Touris zu den Ausgrabungsstätten. Ansonsten ist Solin als Vorort von Split eher der Industrie zugewandt, und so präsentiert sich die Stadt auch. Oberhalb der Magistrale befinden sich überall Neubauten die ohne jegliche Struktur mitten in die Landschaft gebaut wurden, und die hässlichen Industrieanlagen sind allgegenwärtig. Aber begibt man sich in das kleine Zentrum wird man von der plötzlichen Idylle überrascht.

Durch Solin fließt der Fluss Jadro, der auch gleich hier in die Adria mündet.  Das Delta  auf dem sich Solin befindet bildet mehrere Inseln, da sich hier der Fluss teilt und hinter Solin wieder zusammenfließt. Die bekannste und schönste ist die Insel Gospin Otok auf der sich die Kirche Sveta Marija, mit Friedhof befindet. Der Rest der Insel ist eine wunderschöne, sehr gepflegte Parkanlage.

Solin

Solin

Solin

Solin

Solin

Solin

Solin

Solin

Solin

Solin

Solin

Solin

Solin

Solin

Solin

Solin

Solin

Bild 1-17: Solin mit der Insel Gospin Otok

Nach einem erholsamen Kaffee spazierten wir über die Insel und machten uns im Anschluss auf den Weg nach…

Klis

1 Mietwagen, 3 Touris und eine gigantische Festung ist eine nette Kombination. Fügt man jedoch noch einen leicht angetrunkenen Festungswärter und eine Schlange hinzu, fängt manch ein Touri an zu zicken.

Informatives…

Die Stadt Klis befindet sich ca. 10 km nordöstlich von Split im Hinterland. Die Fläche beträgt 176,10 km² auf der 4.367 Einwohner leben. Berühmt ist die Stadt aufgrund seiner gewaltigen und vor allem geschichtsträchtigen Festung gleichen Namens, die stolz auf einem 340 m hohen Pass zwischen dem Kozjak- und Mosorgebirge in den Himmel ragt. Aufgrund ihrer günstigen Lage trug die Festung im Mittelalter den Namen “Schlüssel Dalmatiens”. Mit der Eroberung Klis wechselten auch die Machthaber Dalmatiens.

Hier verlief einst die wichtige Handelsstraße zwischen der Küste Dalmatiens, des Hinterlandes und des Osmanischen Reiches. Die Festung diente zur Überwachung dieser. Archäologen sind sich sicher das bereits die Römer in Klis lebten. Erstmals schriftlich erwähnt wurde die Festung jedoch erst 852. Nachdem der kroatische Fürst Trpimir Klis eroberte, baute er die Festung weiter aus. So entstand ein gigangtisches Bollwerk. Dennoch schafften es die Türken 1537 Klis einzunehmen. Bis 1648 schafften es die Türken die Festung zu halten. In dieser Zeit baute man eine Moschee, die bis Heute noch erhalten ist, jedoch als Kuppelkirche genutzt wird. Die Venezianer folgten, und die Geschichte folgte dem gleichen Lauf wie das restliche Dalmatien.

Von Solin aus benötigten wir gute 15 min. bis nach Klis. Einmal angekommen, folgte schon gleich der Aufstieg die Felswand hoch zur Festung. Von der Festung hat man einen traumhaften Blick über die Halbinsel Marjan, auf der sich Split befindet. Nach einer kleinen Verschnaufpause wollten wir den Eintritt bei dem etwas leicht angetrunkenen Festungswärter zahlen, um uns diese im Inneren anzuschauen. Der nette Herr hatte in diesem Moment aber mal gar keine Zeit, da er sich auf Schlangenjagd um das Eingangsportal befand. Er nahm ein Holzbrett und schlug damit solange gegen das Portal, bis die Schlange in scheinbarer Blitzgeschwindigkeit hinterm Portal vortrat und um ihr Leben schlängelte, während der leicht angtrunkene Wärter hinter ihr her lief und brutal auf sie einschlug und sie verletzte.

Die Schlange richtete ihren Kopf auf (Angriffsposition) und ich schoss auf die schnelle ein Foto, bevor der nette Wächter mit dem unschlagbarem Parfüm sie entgültig erledigte. Es mag paradox klingen, wenn man bedenkt das ich die Situation ausnutzte um die Schlange zu fotografieren während sie um ihr Leben kämpfte, aber es hat mir in der Seele weh getan, das mit anzusehen. Menschen sind grausam…

Meine Cousine die auf Schlangen sehr ängstlich reagiert, hatte im Anschluss auch überhaupt keine Lust mehr die Festung zu betreten. Gab dies natürlich nicht zu, und spielte dann einfach die Zicke…Schlangen können einem überall in diesem Land begegnen. Wenn sie aus diesem Grund die Festung nicht betritt, dann dürfte sie gar nicht mehr nach Kroatien kommen. Schluss endlich kam sie dann aber doch noch mit. Und hier ein paar Eindrücke der Festung Klis:

Die Festung Klis

Die Festung Klis

Die Festung Klis

Die Festung Klis

Die Festung Klis

Die Festung Klis

Die Festung Klis

Die Festung Klis

Die Festung Klis

Die Festung Klis

Die Festung Klis

Die Festung Klis

Die Festung Klis

Die Festung Klis

Bild 1-14: Die Festung Klis

Kaštela

Die Magistrale zwischen Trogir und Split wirkt nicht sonderlich einladend. Überall Industrie und wild errichtete Häuser. Doch wer mal auf die Idee kommt von der Magistrale abzufahren und in Richtung Adria lenkt, der wird überrascht sein, welch Idylle sich hier an den Ufern des Mittelmeeres auftut. Doch perfekt ist die Idylle NOCH nicht…

Informatives…

Kaštela zählt ca. 50.000 Einwohner und befindet sich in der Kaštelanski-zaljev-Bucht zwischen den Städten Trogir und Split. Die Fläche beträgt 57,67 km². Die Bucht wird von der Insel Čiovo im Südwesten und der Halbinsel Marjan (Split) im Südosten begrenzt. Im Nacken der Stadt befindet sich das Kozjak-Gebirge, dass hier 780 m in den Himmel ragt. Die Stadt ist ca. 4 km breit und 16 km lang.

Der Name Kaštela leitet sich von Kastell ab. Die Stadt bekam den Namen aufgrund 16 Kastelle die hier in der Bucht errichtet wurden, und von denen bis Heute noch 13 erhalten sind. Kaštela setzt sich aus 7 Ortschaften zusammen die den Namen ihrer Kastelle tragen, und früher für sich eigene kleine Städte darstellten. Wie an einer Perlenkette reihen sich die Orte übergangslos aneinander.

Die Orte der Kastelle dienten der Grenzsicherung zwischen dem venezianischen Dalmatien und dem Osmanischen Reich. Nachdem die Türken die wichtige Festung von Klis im Jahre 1537 eroberten, flüchteten die Bewohner des Kozjak-Gebirges ans Meer, und befestigten Schlösser. Während die Kastelle zur Landseite mit trutzigen Mauern, Wehrtürmen und Zugbrücken versehen wurden, zeigten sie sich von der Meerseite wie traumhafte Schlösser. Nachdem Klis von den Venezianern befreit wurde, waren die Festungsmauern überflüssig, und man errichtete aus ihnen neue Häuser, die immer mehr Menschen aus dem Hinterland anlockten.

Karte zu Kaštela

Karte zu Kaštela

(Quelle: www.kastela24.de)

Kaštel Štafilić

Der Trogirer Humanist Stjepan Stafileo ließ dieses Kastell um 1500 errichten.  Kaštel Štafilić ist das westlichste Kastell. Mittelpunkt und Augenweide der Ortschaft ist der Kichturm Sveta Marija aus dem 17. Jahrhundert. Berühmt ist das Kastell für seinen 1.500 Jahre alten Olivenbaum, der einen Umfang von 22 m aufweisen kann, und bis Heute noch Früchte trägt. Neben dem Kastell entstand auch das Dorf das zum Land mit einer Zugbrücke verbunden wurde. Von den Wehrtürmen die das Dorf befestigten ist nur noch einer erhalten. Kaštel Štafilić ist das einzige Kastell das nicht ein einziges mal von den Türken niedergebrannt wurde.

Hier starteten wir unsere Kaštela Tour am 15.08.2008. Doch die Hitze machte uns ziemlich schlapp (gut, die Hitze hatten wir jeden Tag) und so hatten meine Cousine und ich an diesem Tag nicht die größte Lust jeden Winkel erkunden zu müssen, als wir feststellten, dass die Orientierung in der Stadt ziemlich schwer fällt, anders unsere männliche Begleitung. Wir sahen uns den mächtigen alten Olivenbaum an, und schlenderten ein wenig an der Promenade, um dann schluss endlich in einer Strandbar was kühles zu genießen, bevor es weiter ging zum nächsten Kastell.

Kaštel Štafilić

Kaštel Štafilić

Kaštel Štafilić

Kaštel Štafilić

Kaštel Štafilić

Kaštel Stari

Kaštel Štafilić

Kaštel Štafilić

Kaštel Štafilić

Kaštel Štafilić

Bild 1-9: Kaštel Štafilić

Bild 9: Der berühmte 1500 Jahre alte Olivenbaum

Kaštel Novi

Nach paar Min. Fussweg erreicht man vom Kaštel Štafilić auch schon das schöne Kaštel Novi, welches im Jahre 1512 von Pavao Antun Ćipiko erbaut wurde. Dieser war der Neffe des Koriolan Ćipiko, der das Kaštel Stari errichtete.  Aus diesem Fakt erhielt der Ort den Namen Kaštel Novi (neues Kastel). Kaštel Novi wurde im Norden, Osten und Westen von Stadtmauern geschützt, und mit einer Zugbrücke an der Nordseite ausgestattet. Die Kirche Sveti Rok von 1586 mit ihrem Glockenturm zieht auch in diesem Kastell die Blicke auf sich.

Kaštel Novi

Kaštel Novi

Kaštel Novi

Kaštel Novi

Kaštel Novi

Bild 1-5: Kaštel Novi

Kaštel Stari

Kaštel Stari (dt. altes Kastell) ist, wie der Name schon verrät, das älteste Kastell und wurde 1476 von dem Humanist Koriolan Ćipiko errichtet. Mehrfach war das Kastell Bränden ausgesetzt. Bei einem dieser Brände kam die Frau Ćipkos ums Leben. Das Kastell wurde durch einen Wassergraben geschützt.

Kaštel Stari

Kaštel Stari

Kaštel Stari

Kaštel Stari

Kaštel Stari

Bild 1-5: Kaštel Stari

Kaštel Lukšić

Jerolim und Nikola Vitturi, ebenfalls Adelige aus Trogir stammend, ließen das Wehrschloss 1487 erbauen, das durch einen Festungsgraben zum Land hin geschützt war. 1563 erhielt das Kastell zur Landseite noch 2 Wehrtürme die bis Heute erhalten sind. Das Kastell gilt als eines der schönsten, so dass sich der Tourismusverband hier seinen Sitz einrichtete. Auch das Kaštel Lukšić wurde wie alle anderen Kastelle durch Wehrmauern geschützt. An der Haupstraße von Kaštel Lukšić findet man einen Botanischen Garten mit 1.400 verschiedenen Pflanzenarten.

Kaštel Lukšić

Kaštel Lukšić

Kaštel Lukšić

Bild 1-3: Kaštel Lukšić

Aufgrund der fehlenden Orientiertung (wir waren nicht mal in der Lage die einzelnen Kastelle zu identifizieren, geschweige denn das wir wussten in welchem wir uns gerade aufhielten) und der unerträglichen Hitze entschieden wir uns hier die Kaštela Tour abzubrechen, und lieber nach Pisak zum Schwimmen zu fahren. Dabei verpassten wir jedoch die kommenden Kastelle, die als die schönsten gelten, und die wir mit Sicherheit auch eher erkannt hätten. Aber es wird eines Tages nachgeholt. Dennoch möchte ich euch nicht die anderen Kastelle vorenthalten…

Kaštel Kambelovac

1566 errichetete Franjo Cambi dieses Kastell, dass die Form eines zylindrischen Wehrturmes hat. Nebenan steht die Sommervilla im Renaissancestil. Kaštel Kambelovac eignet sich besonders gut als Ausgangspunkt für Wanderungen zum Koludar im Kozjak-Gebirge.

Kaštel Kambelovac

Bild: Kaštel Kambelovac

(Bildquelle: www.kastela24.de)

Kaštel Gomilica

Dieses Kastell gilt als das besterhaltenste. Es wurde 1545 auf einer kleinen Insel namens Gomile errichtet, auf der sich innerhalb des Kastells 30 Häuser dicht aneinander drängen. Zur Landseite wurde es mit einer Brücke verbunden.  Dies ist wohl das schönste Kastell, dass wir leider verpassten…

Kaštel Gomilica

Kaštel Gomilica

Bild 1 & 2: Kaštel Gomilica

(Bildquelle: www.kastela24.de)

Kaštel Sućurac

Kaštel Sućurac ist der älteste Ort in der Kaštela-Bucht, und gleichzeitig auch der östlichste. Der Erzbischof Gualdo ließ bereits 1392 den ersten Wehrturm errichten. 1483 ließen sich dann die Spliter Erzbischöfe den Sommerpalast im gotischen Stil errichten. Kaštel Sućurac ist ein idealer Ausgangspunkt für Alle, die das Kozjak-Gebirge besteigen möchten.

Kaštel Sućurac

Bild: Kaštel Sućurac

(Bildquelle: www.kastela24.de)

Kaštela bietet viel Kultur, und die Orte sind wirklich traumhaft, zu einem Badeurlaub würde ich nur die westlichen Kastelle aufsuchen. Besonders die östlichsten Kastelle bieten, so schön sie auch sein mögen, unschöne Blicke auf die Industrieanlagen. So idyllisch und schön Kaštela auch ist, fällt es mir schwer über den gleich angrenzenden Flughafen, den Industrieanlangen Splits und denen in Kaštela selbst, sowie der Verschandelung der Landschaft oberhalb der Ortschaften hinwegzusehen. Man sollte diese Stadt unbedingt gesehen haben, und sie eignet sich für alle Wanderinteressierten und Kletterer als idealer Ausgangspunkt.

Im 19. Jahrhundert war die Kaštelanska Riviera einer der beliebtesten Touristenorte der Adeligen aus ganz Europa, und stand für Erholung in traumhafter Landschaft. Im 20. Jahrhundert entschied sich jedoch das ehemalige Jugoslawien auf Industriealisierung zu setzen, und verschandelte die idyllische Bucht. Kaštela verschwand von der Tourismuskarte. Heute will man diese Idylle wieder herstellen, was jedoch noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Die Chemie-und Zementfabriken sind zwar mittlerweile still gelegt, jedoch noch nicht abgerissen. Man kann also gespannt sein, wie es sich in den kommenden Jahren entwickeln wird.

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